5 Wahrheiten über die Modebranche

Hallo ihr Lieben,

man schlendert durch die Einkaufsstraßen, bewundert die wundervoll dekorierten Schaufenster und jagt nach Schnäppchen. Aber es ist nicht alles gold was glänzt. Wer leidet, wenn wir unser 5-Euro Top kaufen und welche Auswirkungen hat es auf Mensch und Umwelt? Diese Frage werde ich euch heute in fünf Punkten beantworten. Los geht’s:

  1. Sklavenarbeit

    Um den heutigen Preis der Kleidung bei zu behalten, setzen Unternehmen auf Kinder- und Sklavenarbeit. Nicht selten werden Schulen geschlossen, damit schon die jüngsten Kinder Pailletten per Hand annähen oder Unkraut auf dem Acker jäten. Die Bedingungen sind grausam. Menschen werden bestraft und nicht fair bezahlt. Wenn ihr mehr über die Umstände wissen wollt, dann schaut mal hier vorbei. Dem Thema habe nämlich schon einem ganzen Blogpost gewidmet und bin mehr ins Detail gegangen.
  2. Der Einsatz von Pestiziden

    Tagtäglich werden Spritzmittel (Insektizide, Herbizide, Fungizide) auf Pflanzen und besonders auf Baumwolle gespritzt. Allein wenige Tropfen eines Spritzmittels können einen Menschen töten. Laut Schätzungen landet ein Kilogramm Spritzmittel auf jedem Hektar Baumwolle. Es gibt zwar auch nichtchemische Alternativen, aber davon wissen bisher noch zu wenige. Syngenta oder Bayer und Co. sind die weltweiten größten Agrargiftverkäufer. Eine Vorschrift von Schutzkleidung und Handschuhen ist vorgeschrieben, viele Bauern können sich diese aber oft nicht leisten oder sie sind für sie gar nicht erst erhältlich. Außerdem werden viele Piktogramme falsch gedeutet und Sicherheitshinweise nicht in der passenden Sprache angefertigt. Statt wie vorgeschrieben sechs- bis achtmal pro Saison zu spritzen, kommen die Pestizide bis zu 15-mal in Einsatz. Oft sind die Kanister undicht, so dass die giftige Flüssigkeit ausläuft. Kinder spielen mit leeren bereits benutzten Kanistern oder sie werden für den Wassertransport genutzt. Jährlich kommt es zu Hunderttausend Vergiftungen, wovon 20 000 Menschen daran sterben. Außerdem verseuchen die Pestizide Bäche und Seen. Durch den Kauf von Pestiziden geraten viele Bauern in eine Schuldenfalle, weil sie diese häufig nicht bezahlen können. Um dem zu entkommen, begehen viel Bauern Selbstmord.

  3. Das tragbare Chemielabor

    Eins steht fest: Weltweit landet allein ein Drittel aller Chemikalien in der Kleidung. Für atmungsaktive und wetterfeste Outdoorkleidung müssen neue Chemikalien her. Die Chlorchemikalie Triclosan (die Sportkleidung nicht stinken lassen soll) bringt nachweislich die Hautflora aus dem Gleichgewicht. Jeder kennt es, das gerade neu gekaufte T-Shirt kommt aus der ersten Wäsche und plötzlich sitzt es nicht mehr wie im Laden. Oft werden Chemikalien nur für das schöne Aussehen im Laden eingesetzt, die dann aber bei der ersten Wäsche weggespült werden. Leider sind immer noch zu wenige Stoffe, die Krebs erregen, die Fortpflanzung behindern oder zu einer Erbgutschädigung führen, verboten. Selbst nach einer unterzeichneten Vereinbarung, die besagte, dass der Einsatz von Schwermetallen begrenzt werden sollte, wurden Portemonnaies, Gürtel und Schuhe mit einem höheren Bleigehalt als gesetzlich erlaubt in Fast-Fashion-Ketten wie Forever 21 und Charlotte Russe entdeckt. Dies kann die Fruchtbarkeit der Frau beeinflussen und kann das Risiko auf einem Herzinfarkt, einen Schlaganfall und einen erhöhten Bluthochdruck steigen.

  1. Klimakiller

    Klar, ist auch, dass allein die Produktion eines einfachen T-Shirts Auswirkungen auf die Umwelt hat. Dazu zählt der Anbau auf dem Acker, das Spritzen von Pestiziden und Düngen, sowie bei der Veredelung und natürlich beim Transport per Schiff oder Flugzeug. Beim Kauf hört es aber nicht auf. Denn das Shirt muss auch gewaschen, getrocknet (und gebügelt) werden. Ein T-Shirt für Damen setzt allein bei der Herstellung fünf bis sieben Kilogramm CO2 in die Umwelt. Ein Herren-Shirt sieben bis neun Kilogramm. Dementsprechend mehr wird bei der Produktion von größeren, schwereren und aufwendigeren Kleidungsstücken eingesetzt. Zählt man eins und eins zusammen, so wird logischerweise mehr CO2 in die Umwelt gesetzt, wenn man mehr kauft. Das bringt mich auch gleich zu meinem letzten Punkt.
  1. Kleidung ist für die Kurzlebigkeit konzipiert

    Da Fast-Fashion-Riesen wie H&M, Zara und Co. fast monatlich neue Kollektionen auf den Markt bringen, kann die Qualität schon aus diesem Grund nicht sehr hoch sein. Im Endeffekt profitieren sie sogar von ihrer schlechten Qualität, die nach einer Wäsche auseinanderfällt, da der Kunde einfach erneut in den Laden geht und etwas Neues kauft. Ein durchschnittlicher Amerikaner wirft knapp 31 Kilogramm Textilien pro Jahr weg. Anstatt sie zu spenden, landen sie sofort auf den Mülldeponien. Dank der synthetischen Fasern, die aus Erdöl hergestellt werden, wird es Jahrzehnte brauchen bis die Kleidungsstücke vollständig abgebaut werden.

Ich denke diese fünf Punkte sind fünfte Punkte genug um seinen Konsum zu hinterfragen und sein Kaufverhalten genau zu beobachten. Brauche ich das wirklich? Finde ich vielleicht eine umweltfreundlichere und fairere Alternative? Klamotten sind schließlich Textilien, die direkt und öfter eng am Körper anliegen, genau deshalb sollte man sich über das Thema Gedanken machen.


Verweise:

Saubere Sachen, Kirsten Brodde, 2009, Teil 2, Kapitel 5,6,7

http://www.huffingtonpost.de/shannon-whitehead/wahrheiten-fast-fashion-kleidungsindustrie_b_5699004.html


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Ab ins neue Abenteuer – erster Praktikumstag bei Madcat

Hallo ihr Lieben,

heute war mein erster Praktikumstag bei Madcat im Founders Park und es war wirklich wirklich cool. Ich denke ich kann viel von ihr lernen.

Mit Jill, der Madcat gehört, habe ich erstmal einen Kaffee getrunken und wir haben über alles mögliche geredet. Sie hat mir erzählt was ich machen werde und was grob ihr Plan für die nächsten drei Monate ist. Von dem was sie mir erzählt hat (wobei man bei den Kiwis nie weiß, was in die Realität umgesetzt wird), wird sie mich wirklich sehr mit in ihren Arbeitsalltag mit einbinden. Die ersten zwei Wochen werde ich mir erst einmal alles anschauen und mehr über ihre Schulter schauen. Im Laufe der Zeit werden wir zusammen versuchen ihre Website zu verbessern und ich werde (laut Plan) mich um die Fotos der nächsten Flyer kümmern. Möglicherweise werde ich sogar noch Zeit für eigene Projekte haben. Jill hat mir wirklich viel erzählt und viel davon könnte ich jetzt wahrscheinlich gar nicht mehr wiederholen :D. Ich bin vollkommen reiz-überflutet haha. Aber ich freue mich schon sehr auf die kommende Zeit.

Heute stand recht viel auf dem Plan. Nachdem wir noch gemütlich Kaffee getrunken haben, ging es dann auch los. Um 11h bekamen wir Besuch von einem Mann aus Christchurch, der mit einem riesen Koffer voller Stoffbeispielen angereist kam. Natürlich haben wir uns alle angeguckt, auch wenn wir nur nach speziellen Stoffen geschaut haben. Nachdem wir unsere Auswahl getroffen haben, mussten wir noch differenzieren von welchem Stoff wir erste in Sample bestellen und welcher Stoff gleich in Rollen (meistens nimmt sie 10m) gekauft wird.

Danach mussten mehrfache Schnittmuster für Röcke auf den Stoff übertragen und ausgeschnitten werden. Wir haben uns die Arbeit geteilt und so ging es doch recht schnell rum. Denn um 14h erwarteten wir bereits neuen Besuch. Obwohl, Besuch kann man ihn nicht nennen. Luis, ein Schüler, hilft ihr jeden Mittwoch mit dem Bedrucken der Röcke, Kissen, T-shirts etc. Das war echt mega interessant zu sehen!

  • Bereit für den Druck
    Bereit für den Druck
  • Der Druckvorgang
    Der Druckvorgang
  • Der Druckvorgang
    Der Druckvorgang
  • Der selbst bedruckte Stoff
    Der selbst bedruckte Stoff
  • Das Atelier
    Das Atelier

Danach habe ich mit einer Maschine die Drucke „befestigt“, damit die Farbe beim Waschen nicht rauskommt. Daher das wir relativ viel bedruckt haben, hat das doch eine Weile gedauert.

Sie hat mir aber relativ schnell echt viel anvertraut, was mich gewundert hat, aber ich freue mich darüber!

 

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Die Schneiderei als mein Hobby

Hallo ihr Lieben,

ich wollte euch gerne einmal mein Hobby ein wenig näher bringen, indem ich euch ein wenig davon erzähle und wie ich überhaupt dazu gekommen bin.

Ich war schon immer kreativ, egal ob im Zeichnen und Malen oder bei der Gestaltung unterschiedlicher Dinge. Und so fand ich auch schnell ein neues Hobby: das Schneidern.

Als ich 14 Jahr alt war fing ich an mich mehr mit der Mode auseinander zu setzen und mich intensiv mit ihr zu beschäftigen. Ich wälzte Modemagazine, recherchierte online und las Bücher zu jedem Thema, Hauptsache sie hatten irgendetwas mit Mode zu tun.  Auch heute gehe ich diesen Tätigkeiten liebend gerne noch nach und genieße jede freie Minute, in der ich den Alltag vergessen und in die Modewelt eintauchen kann. Nach einiger Zeit dachte ich darüber nach wie der Prozess der Fertigung eines einzelnen Kleidungsstücks aussehen könnte. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst wie detailliert und aufwändig dieser war!

Ich fing also an von meiner eigenen kleinen Nähmaschine zu träumen und meine Kleidung selbst herzustellen. An meinem 15. Geburtstag wurde mein Traum sogar Wirklichkeit. Einige Tage später gingen mein Vater und ich in einen Nähmaschinenladen in Bremen um uns zu beraten, wir beide hatten selbst keinen blassen Schimmer von Nähmaschinen. Schlussendlich entschied ich mich für die BROTHER Innov-is 10 Anniversary. Bis heute bin ich sehr zufrieden mit den leichten Handhabung und wird die nächsten Jahre wohl auch nicht ersetzt werden. Ab dem Kauf an war sie mein kleiner Schatz, der mir viel beigebracht hat. Gleich nach dem Kauf fing ich an ahnungslos drauf los zu nähen ohne wirklich eine Ahnung zu haben was ich eigentlich tue. Jedoch typisch für mich, ich halte nicht viel von Bedienungsanleitung, viel mehr möchte ich selbst herausfinden wie alles funktioniert. In der nächsten Zeit experimentierte ich viel, übte mich an Stofffetzen, machte einen Nähkurs (bei der die schwarze Bomberjacke zustande kam) und las einige Bücher über Schnittmuster und das Nähen allgemein. Schon nebenbei zeichnete ich viele Modeskizzen. Immer wenn ich Zeit fand versuchte ich neue Dinge. Somit fand das Schneidern und die Mode einen festen Platz in meinem Leben, der bis heute Bestand hat. Bei einem Praktikum an der Hochschule für Künste diesen Jahres kam der metallicfarbene Rucksack zustande.

Gerne und oft finde ich auch Inspiration auf Instragram, auf der Straße und im Alltag. Ich liebe es durch Stoffläden zu schlendern, um mich inspirieren zu lassen. Häufig sehe ich einen Stoff, der mir sofort ins Auge springt und sehe bereits, was ich daraus machen möchte. Danach schaue ich, ob ich Zuhause ein passendes Schnittmuster finde. Wenn ja, dann gehe ich schlicht und ergreifend danach. Wenn nicht, dann suche ich mir etwas Passendes aus dem Buch Do It Yourself Couture. Einfach nähen ohne Schnittmuster von Rosie Martin aus. Dabei braucht man kein bestimmtes Schnittmuster und kann ein eigenes Kleidungsstück ganz einfach als Vorlage nehmen. Alle Schritte sind einfach und kompakt erklärt. Meistens brauche ich ungefähr ein bis zwei Tage bis ein Stück fertig ist. Dann sitze ich aber auch schon gerne mehrere Stunden daran. Schließlich passiert es oft genug, dass man Nähte auftrennen muss und das ist ein ganz schöner Zeitvertreib. Wenn ich mal etwas fertig genäht habe, gehört es aus meiner Sicht dazu, es in Szene zu setzen.

Jede Gelegenheit kreativ zu sein nutze ich liebend gerne aus. Daher habe ich für die Mottowoche in der Schule eins meiner Kostüme selbst genäht. Vorher wusste ich genau, was für ein Kleid ich nähen möchte und war daher auf der Suche nach einem passenden Stoff. Da ich nicht unbedingt zu viel Geld für den Stoff ausgeben wollte, habe ich Zuhause nach etwas Passendem gesucht. Nach einer Weile habe ich dann durch Zufall eine alte Leopardendecke gefunden und nach der Einwilligung meiner Eltern durfte ich zu meinem Wunschkleid umfunktionieren. Dafür habe ich mich an die Anleitung aus meinem Lieblingsbuch gehalten und ein gut sitzendes Kleid als Vorlage genommen. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden und auch der Stoff war, dank der Decke, sehr kuschelig.

Was sagt ihr zu den Ergebnissen? 🙂

 

 

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Wer bin ich und wozu das alles?

 

Mein Name ist Alica Maria, bin 18 Jahre alt und komme aus Bremen.

In knapp zwei Wochen geht es für mich nach Neuseeland. Auf diese Reise möchte  ich euch gerne mitnehmen und euch aus meinem Praktikum in einem Modestudio und von dem Teilzeitstudium an der Academy of Fashion on Auckland berichten.

Ich hoffe, dass ich euch so einen guten Einblick geben kann.

Trotzdem soll es nicht nur darum gehen. Sofern es mir die Zeit ermöglicht, werde ich über die Schattenseiten und kritischen Punkte in der Modewelt berichten. Denn es ist nicht alles gold was glänzt.

 

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Ich freue mich auf eine spannende Zeit!

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