„In Neuseeland kann man sein.“

Hallo ihr Lieben,

Bei dem Geburtstag meines Onkels meinte eine ältere Freundin, die bereits Neuseeland schon vor 10 Jahren bereiste, folgendes:

„In Neuseeland kann man sein.“

Ich fand die Aussage total schön und fand mich dort total wieder. Auch wenn es nun schon eine etwas längere Zeit her ist, möchte ich meine Gedanken dazu loswerden. Auch gerade, weil ich einen kleinen Vergleich zum Leben in London ziehen kann. Klar, kann man London mit Neuseeland nicht vergleichen. Weltstadt gegen Natur pur funktioniert nicht. Aber jede Seite hat seine positiven und negativen Aspekte.

Mit der Zeit habe ich von mir selbst gelernt wie sehr ich eigentlich die Natur brauche. Fast jeden Tag finde ich mich lesend in einem Park wieder oder genieße einfach nur die Ruhe. Meinen Lieblingsplatz habe ich bereits gefunden. Ich liebe es auf meiner Lieblingsbank zu sitzen und die Vögel und das Wasser des Sees zu beobachten. Es beruhigt mich einfach.

„In Neuseeland kann man sein.“ Eine Aussage, in der man vieles reinlesen kann. Ich habe realisiert wie sorgenfrei ich in Neuseeland war. Ich habe das gemacht wozu ich gerade, in diesem Augenblick, an diesem Tag, Lust zu hatte. Diese Freiheit zu haben ist pures Glück. In Neuseeland habe ich nie zu einem Zeitpunkt irgendeine Form von Druck gespürt. Man konnte frei sein. Vielleicht war es auch die unfassbare Natur, die mir dieses Gefühl gegeben hat, vielleicht war es auch etwas Anderes. Aber genau kann ich es gar nicht beschreiben.

Andererseits schätze ich das Stadtleben auch total. Mich für eine Seite zu entscheiden, könnte ich nicht. Deshalb liebe ich Neuseeland ja so. Man hat die Möglichkeit in einer Großstadt zu wohnen und all die Vorteile des Stadtlebens zu genießen. Gleichzeitig braucht man nicht länger als 30 Minuten zu fahren, um in der Natur zu versinken und alles um sich herum zu vergessen. Luxus pur.

Ich weiß nicht wie dieses Land das macht, aber da ist etwas, dass konnte mir bisher kein Ort geben. Ob es die unfassbaren tollen Erlebnisse waren, die Erfahrung oder dass was ich gelernt habe. Ich weiß es nicht. Vielleicht muss ich es auch gar nicht wissen. Aber Neuseeland hat auf jeden Fall einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen bekommen.


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Hier bin ich wieder…

Vom „ich werde“ zu „ich bin“ zu „ich war“ in Neuseeland


Hallo ihr Lieben,

nach zwei Monaten Durchreise durch Neuseeland und Australien bin ich wieder im kalten und schlecht gelaunten Deutschland angekommen.

Ich möchte nicht stumpf aufzählen was ich gemacht habe, wo ich war und was ich gesehen habe. Das finde ich langweilig und dazu habe ich auch gar keine Lust. Es wird trotzdem neue Bilder in der Galerie geben, damit ihr euch einen Blick von Neuseeland verschaffen könnt. Viel mehr möchte ich meine Gedanken niederschreiben und euch erzählen was mir bewusst geworden ist.

In der letzten Zeit habe ich viel über mich gelernt. Ich habe neue Erfahrungen gemacht, habe mich in neue Abenteuer gestürzt. Dabei habe ich Ansichten und Perspektiven gewechselt und viel nachgedacht. Auch viel über Dinge, über die ich vorher noch nie in meinem Leben nachgedacht habe und das bin ich ganz allein den Menschen dankbar, denen ich während der Reise begegnet bin und mit denen ich immer noch in Kontakt stehe.

Man trifft so viele unterschiedliche Menschen, aber nur ein paar bleiben. Aber das ist auch gut so. Ich schätze Menschen, meine Lieben, mehr und habe gelernt Bekannte von Freunden zu unterscheiden.

„Man braucht nicht viele Freunde um glücklich zu sein“, das wird ja immer gesagt, aber das stimmt auch.

Vor einem halben Jahr dachte und hoffte ich auch, dass ich bereits mehrere Jahre meines Lebens in feste Plänen verpackt habe. Ich werde nach Neuseeland gehen, werde dies und das machen und dann vielleicht noch das. Und nächstes Jahr geht es dann nach Münster. Münster steht auch immer noch fest auf der Planung, aber ich denke die „Rahmenbedingungen“ haben sich geändert. Ich möchte kein Leben nach dem Motto „Schule, Uni und dann arbeiten“ führen. Was habe ich denn davon? Was bringen mir mehrere Bachelor Abschlüsse? Ich will nicht meine Abschlüsse zählen, ich will die Abenteuer zählen, die ich gemacht habe. So blöd es auch klingen mag. Vielleicht mag es für einige unter euch nach „Tumblr“ klingen.

Aber ich habe gelernt mit dem was man hat glücklich zu werden und das geht. Man braucht nicht die neuste Modeerscheinung oder das neuste iPhone. Trotzdem möchte ich studieren, keine Frage. Dabei geht es für mich aber viel mehr darum mich selbst zu verwirklichen. Ich gehe nicht nach Münster um meine Berufschancen zu verbessern. Ich gehe nach Münster, weil ich mich dafür interessiere und ich denke, dass ich mich dort selbst mehr verwirklichen kann, mit dem was ich dort lernen kann.

Ich will leben und das bewusst in jedem Moment.

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