Mit Primark-Tüte ins Theater

Hallo ihr Lieben,

heute leider etwas verspätet, aber besser als nie! Dieses Mal habe ich wieder ein paar Gedanken, die ich gerne mit euch teilen würde.


Mein Vater hat mich vor knapp zwei Wochen in London besucht. Wir hatten wirklich eine schöne Zeit und es tat gut ihn mal wieder für ein paar Tage um mich zu haben. Von ihm habe ich viel geerbt (was mir immer wieder auffällt), dazu gehört auch die Liebe zu Musicals. Ahhhh! Schon als mein Bruder und ich klein waren hat er uns immer mal wieder mit in ein Musical genommen. So habe ich unter anderem schon Mamma Mia, Starlight Express, Aladdin usw. gesehen. Jedes Mal habe ich mich tierisch darauf gefreut. Musical- (und Theater) besuche geben mir einfach immer ein besonderes Gefühl. Man kann für einen Moment in eine andere Welt eintauchen und man konzentriert sich nur auf das, was gerade in diesem Moment auf der Bühne passiert. Für mich waren und sind diese Besuche immer etwas ganz Besonderes. Schließlich geht man nicht jedes Wochenende ins Theater. Die Tickets sind nun auch nicht gerade spottbillig, aber nachvollziehbar, wenn man erst einmal weiß was da alles hinter steckt.

Da London mit einer der Musical-Metropolen ist, konnten wir nicht anders und mussten uns zusammen ein neues Stück ansehen. Nach einem kurzen Hin und her haben wir uns dann dazu entschlossen das Lieblingsstück meines Vaters, „das Phantom der Oper“, zu sehen. Er hatte es zwar schon einmal gesehen, aber das war schon einige Zeit her und schließlich sind die Interpretationen auch nochmal unterschiedlich von Stadt zu Stadt und Produktion zu Produktion. Die Vorfreude war riesig.

Und ich muss auch sagen, wir wurden nicht enttäuscht. Die Musik war super, die Kostüme und das Bühnenbild der Hammer und die Schauspieler klasse. Aber um das Stück selbst soll es heute gar nicht gehen. Viel mehr war ich erschrocken wo die Musicalszene gelandet ist. Das Stück fand im Her Majesty’s Theater statt, ein sehr sehr edles und schickes Theater, meiner Meinung nach.


In den letzten Jahren kann man sehen, dass die Theater- und Musicalszene aufgelockert wurde. Der Dresscode ist etwas legerer geworden. Eine gute Sache, finde ich. Aber dennoch denke ich, dass man sich wenigstens etwas schicker machen sollte. Man geht schließlich in ein Theater um ein Stück Kultur zu genießen. Keine Selbstverständlichkeit in meinen Augen.

Ich habe fast die Fassung verloren als ich im Saal ein Paar gesehen haben, die aussahen, als wären sie gerade vom längsten Shopping-Marathon ihres Lebens wiedergekommen. Rechts und links die übergroße Primarktüte. Ganz nach dem Motto: Ach, den Theaterbesuch in London müssen wir auch noch schnell abhaken.


Von den Vorstellungen davor war ich es gewohnt, dass es nicht erlaubt war Getränke, geschweige denn Essen, mit in den Saal nehmen zu dürfen. Dieses Mal war es erlaubt. Okay, keine große Sache. Obwohl ich es nicht ganz nachvollziehen konnte. Schließlich kann man es nicht umgehen, dass Leute aus Versehen Getränke umkippen oder klebrige Süßigkeiten in den Teppich treten. Meiner Meinung nach gehört das nicht in den Saal, einfach zur reinen Schonung des Theaters. Das Highlight kommt aber noch. Als in der Pause der Vorhang zu ging und die Lichter angeschaltet wurden, standen die Verkäufer von Süßigkeiten, Eis und Popcorn (!!!) bereits bereit. Wirklich? Ich kam mir vor wie im Kino. Leuten fingen an fleißig die kleinen Leckerbissen zu kaufen. Hier wurde in der Popcorntüte geraschelt, dort wurde nochmal das letzte Schnäppchen bei Primark begutachtet und auf der anderen Seite wurde fleißig das Ben&Jerry Eis geschleckt.


Ehrlich gesagt kam ich mir auf einmal so doof und bescheuert vor mit meiner eigenen Meinung, dass Theaterbesuche etwas ganz Besonderes sind und einen hohen Stellenwert haben. Das ist wohl nicht bei jedem der Fall. Ich möchte auch gar keinen verurteilen, soll jeder tun und lassen, was er für richtig hält. Ich persönlich finde es nur schade, wo sich die Theaterszene hin entwickelt hat. Vielleicht hat jemand ja die gleiche Meinung, vielleicht stehe ich auch alleine mit Meinung da.


Ist Euch schon mal etwas Ähnliches passiert? Erzählt es mir gerne!


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Ja, ich glaube an Gott und?

Hallöle ihr Lieben,

heute habe ich mal etwas ganz anderes für euch. Ein paar Gedanken. Lasst mich gerne wissen, was ihr davon haltet.


Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass ich das Thema einmal ins Netz stellen werde. Ich halte mich mit dem Thema Religion gerne etwas mit meinen Äußerungen zurück.

Leben und leben lassen. Auf dieses, fast schon, Lebensmotto bin ich mit einer sehr guten Freundin (fühl dich gerne angesprochen 😉 ) gekommen. Wir verwenden es immer wieder und ich denke, es steckt so viel Wahrheit dahinter. Jeder möchte doch einfach nur sein Ding durchziehen ohne blöde Kommentare zu bekommen. Dafür müssen wir aber erst einmal aufhören diese blöden Kommentare erst in die Welt zu setzten.

Die drei Wochen, die ich jetzt schon in London bin, ist mir eine Sache besonders aufgefallen. Ich war auf den Straßen unterwegs. Egal wo, egal wann. Immer mal wieder wurde ich von Menschen angesprochen. Ich habe damit überhaupt kein Problem und rede auch eigentlich gerne mit Fremden, sofern ich mich bei wohl fühle.

Als ich also auf dem Weg zurück in mein Hostel war, wurde ich von einem jungen Mann, ungefähr 25, angesprochen, ob ich mehr über Jesus Christus wissen möchte. Ich lehnte dankend ab.

Ein paar Tage später, genau an der gleichen Stelle, wurde ich von zwei Frauen mittleren Alters abgefangen. Sie hielten ein wenig Small Talk und ich wartete eigentlich nur darauf, wann sie mich nach dem Weg fragen würden. Schlussendlich kam dieser Moment aber nicht. Stattdessen wurde ich gefragt, ob ich an Gott glaube. Ich antwortete mit ja. Beide Frauen sahen mich ganz erstaunt an und wollten mehr wissen. „Erzähl doch mal.“ Ich lehnte erneut freundlich ab und ging weiter.

Immer wieder sieht man Menschen an den verschiedensten Ecken stehen. Alle religiös und wollen ihre Religion vertreten.

Ja, ich glaube an Gott. Das ist alles und mehr möchte ich auch gar nicht dazu sagen, ins Netz stellen oder mit Fremden teilen.

Ich finde es ja gut, dass Menschen sich für ihren Glauben einsetzen. Ich finde, das ist eine gute Sache. Aber irgendwo gibt es auch Grenzen, meiner Meinung nach. Hat es eine Religion wirklich nötig Menschen auf die Straßen zu schicken, um neue Anhänger zu gewinnen? Das mag zwar modern sein, aber ich bezweifle, dass es tatsächlich funktioniert. Gerne kann man mich von dem Gegenteil überzeugen. Ich denke, dass jedes Individuum sich für eine Religion entscheiden kann, sofern man überhaupt daran glaubt. Wenn ja, dann ist es doch jedem selbst überlassen inwiefern man diese Religion auslebt und mit anderen Menschen teilt. Für mich ist Religion etwas ganz Privates, was ich nicht gerne mit Fremden teile.

Leben und leben lassen.

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Erste Woche in London – erste Eindrücke

Hallo ihr Lieben,

für mich begann in der letzten Woche bereits schon ein neues Abenteuer. 3 Monate London! 

Ich muss dazu sagen, dass ich vorher noch nie selbst in London war. Jeder, dem ich davon erzählte aber meinte, dass ich es lieben werden und London unfassbar toll sei… Nach einer Woche wollte ich gerne meine Eindrücke und Gefühle mit euch teilen.


Was mir auf jeden Fall an London gefällt sind die ganzen Parks. Gefühlt an jeder Ecke trifft man auf einen, mag es ein kleinerer sein oder doch ein etwas größerer. Mit so viel Grünfläche und Ruhe, die dort herrscht, hätte ich in einer Großstadt nicht gerechnet. Daher hat es mich auch glatt wieder zum Sport verschlagen.
Da ich recht in der Nähe vom Hyde Park wohne, bietet es sich super an morgens erstmal eine Runde joggen zu gehen. Die letzten Male habe ich richtig genossen, auch wenn ich sonst kein großer Jogger bin.

Im Gegensatz zu dieser Ruhe muss ich aber sagen, dass ich London trotzdem als hektisch empfinde. Die Stimmung kommt besonders auf, wenn man mit der U-Bahn fährt, Station wechseln muss oder in die Innenstadt auf einen Samstag geht. Keine Frage das London als Groß- und Hauptstadt viele Einwohner hat. Aber manchmal war mir das echt zu viele Menschen. Vielleicht muss ich mich daran erst einmal wieder gewöhnen.

Da ich auch sonst ein großer Design- und Architektur-Fan bin, bin ich von dem viktorianischen Baustil total begeistert. Die weißen Gebäudefassaden lassen die Straßen richtig erleuchten (auch bei Regen 😉 ) und lässt das graue Großstadtgewimmel hinter sich. Die Gebäude könnte ich echt jeden Tag und jede Sekunde anstarren, so schön, wie sie sind.


In den letzten Tagen habe ich bereits schon viel Sightseeing gemacht. Ich bin nach Shoreditch gefahren, habe mir den Big Ben etc. angeschaut, war an der Oxford Street ein wenig bummeln (ohne was zu kaufen versteht sich 😉 ), war in ein zwei Museen etc. Komischerweise bin ich aber noch nicht an einem Platz stehen geblieben, an dem ich gesagt hätte:

„Wow, ist das schön hier.“

London ist eine schöne Stadt, keine Frage. Sie hat viel zu bieten und langweilig sollte es hier nie werden. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob London meine Stadt ist oder ob ich überhaupt ein Großstadtmensch bin, was ich immer von mir gedacht habe. Die Zeit wird es zeigen, ob
ich mich noch Hals über Kopf in London verlieben werde oder nicht.

Ich bin gespannt was die Zeit noch bringt 🙂


Wenn ihr noch (Geheim)Tipps für London und Umgebung habt, dann immer her damit. Ich erkunde viel lieber die Seiten, an denen keine Touristen jedes Kaugummi fotografieren 😉



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