Lass uns spontan sein…33km wo lang?

Hallo ihr Lieben,

Hannah und ich sind die letzten Tage in den kiwi bush eingetaucht. Aber dazu später mehr 😉

Letzte Woche fing das Arts Festival in Nelson an und schwupps war endlich einmal mehr los in der 47.000 Einwohner Stadt. Täglich gibt es abends Veranstaltung, für die man teilweise auch einen Haufen Geld bezahlen kann, aber vor und nach den Hauptveranstaltungen gibt es immer kleine gratis Konzerte.

http://www.nelsonartsfestival.co.nz/

Am Samstagnachmittag hat uns unser Gastvater mit zum Mihi genommen. Der Mihi ist eine Willkommenszeremonie, in dem Fall zum Nelson Arts Festival,  der Maori (neuseeländische Ureinwohner). Jeder Teilnehmer erzählt inwiefern er zu dem jeweiligen Ereignis steht und präsentiert ein Stück seiner Heimat. Uns viel leider nichts besser ein als „Zum Geburtstag viel Glück“ zu singen, aber die Maoris haben das wertgeschätzt und das war alles was zählte. Nachdem jeder durch war, wurde jeder Teilnehmer von jedem Maori mit dem Hongi, dem traditionelle Begrüßungsritual der Maori, begrüßt. Beim Hongi werden die Nasen und Stirnen aneinander gehalten, um den Atem des anderen zu spüren. Dies symbolisiert den ersten Lebensatem zwischen zwei sich begegnenden Menschen. Das war echt spannend ein Stück Maori Kultur so nah erleben zu dürfen. Nach dem Mihi haben wir noch mit dem Teamleiter des Festivals geschnackt, ein Franzose mit perfektem Deutsch! Er hatte uns daraufhin die One-Man-Show Manifesto 2083 empfohlen, da dachten uns Hannah und ich: Warum nicht? Hin da! Am Abend ging es dann also zu Suter Gallery. Das Play handelte von dem norwegischen Attentat 2011 bei dem 77 junge Menschen getötet wurden. Der Attentäter Breivik hatte daraufhin ein 1500 seitiges Manifesto mit seinen Hintergründen veröffentlicht, welches in Dänemark zu einem Play verarbeitet wurde und ein Einblick in seine Psyche gibt. Hannah und ich fanden das Schauspiel sehr intensiv und schockierend. Das Bühnenbild war sehr simpel, was das ganze noch beeindruckender gemacht hat. Sehr sehr gut gemacht! Danach haben wir mit dem Schauspieler noch über das Stück und seine Meinungen über Breiviks Aspekte geredet. Kann man mal machen, Hannah und ich haben die connections gemacht ;). Nach dem Gespräch haben wir uns noch in das eine, eigentlich kostenpflichtige, Konzert eingeschlichen und die letzten Minuten mitgehört. 

Am nächsten Tag ging es innerhalb von einer Stunde nach Pelorus mit der ganzen Gastfamilie. So wanderten wir also in den kiwi bush. Wir haben einen großen Spaziergang gemacht und haben in der Mittagssonne die Picknickdecke ausgebreitet. Das Wetter war echt mega schön! 🙂

Und weil Hannah und ich die Tage so schön spontan waren, haben wir uns gedacht, toppen wir das ganze noch mit einem spontan Trip in den Abel Tasman Nationalpark. Ich denke, dass war bisher die geilste Entscheidung, die wir gemacht haben. Ganz früh morgens ging es mit dem Bus ab Nelson Richtung Marahau. Die Busfahrt war nicht ohne! Die eineinhalb Stunden vergingen nicht ohne auf und ab Gehüpfe auf dem Sitzplatz, auch die scharfen Kurven waren nicht für schwache Nerven! Aber auch die steilen Abhänge haben wir überstanden und überglücklich als wir in der puren Natur waren. Unser Hostel war neben dem kleinen Café alles was es in der Umgebung gab. Schnell eingecheckt und dann sind wir einfach mal ohne Plan in den Nationalpark gelaufen, Strände und Mutter Natur 😉 erkundet. Es war einfach unglaublich schön!!! Genau wie auf all den Bildern, die man gesehen hat. Abel Tasman = der Postkartentraum. Ja und so haben wir dann unsere 13km Wanderung hingelegt. Aber das sollte für den Trip noch nicht alles sein. Für den nächsten Tag haben wir uns vorgenommen ein Kajak zu mieten. Gesagt, getan und so paddelten wir am nächsten Tag um 10 Uhr los. „Ach da fahren wir mal hin“, hieß es immer. Vom Strand ging es dann zu Fisherman Island und weil das noch nicht genug war und wir mega happy in unserem Kajak saßen, haben wir dann „nochmal eben“ Adele Island umrundet. Während der Umrundung hatten wir nichts um uns außer den Pazifik und Adele Island. An manchen Küsten haben wir sogar Seehunde in freier Natur gesehen! Das war echt geil! Allgemein war der ganze Trip geil (gerade mit dir, Hannah 😉 ). Irgendwann wurden wir dann doch müde und sind an den nächsten Strand gepaddelt, um dort unser Mittag zu essen. Naja, zurück mussten wir ja auch noch…langsam spürte man die Arme und Schultern. Aber nach insgesamt 20km Kajak fahren ist das auch verständlich. Nach den zwei Tagen ging es dann auch schon wieder nach Hause… Die Zeit und das hammer Wetter haben wir aber von morgens bis abends komplett ausgenutzt! Die letzten Tage waren einfach die schönsten und witzigsten!!!

Am Ende dieses Woche geht los Richtung Süüüüüüüüden. Ich bin gespannt!

 

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2 Kommentare

  1. Es hätte nicht schöner sein können! Thanks again für diese geilen Tage. Selten so gelacht und so viel in so kurzer Zeit erlebt. Huch sag ich nur – was uns spontan alles passiert. Hätte mir keinen besseren Trip vorstellen können, das war echt besonders, Alica. #hanicaforpresident #hanicaforever #datwarherrlisch

    1. Kann ich nur zurückgeben! 😉 #hanicaforever

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