13 reasons why – ist der Hype es wirklich wert?

Hallo ihr Lieben,

vor knapp vier Wochen habe auch ich angefangen die neue, absolut gehypte, Netflix-Serie „13 reasons why – Tote Mädchen lügen nicht“ zu schauen. Dabei nimmt die Protagonistin Hannah Baker 13 Kassetten auf, in denen sie über ihre Erfahrungen von Mobbing, Gewalt, Vergewaltigung und sexueller Belästigung erzählt, welche schlussendlich zu ihrem Suizid führten. Es sind alle wichtige Themen, die förmlich dazu aufrufen, dass man über sie spricht. Über keine andere Netflix-Serie habe man so viel getwittert wie über diese.

Ehrlich gesagt habe ich die Serie auch gerne geschaut. Ich habe zwar schon bessere Serien gesehen, von denen ich gar nicht loskommen konnte, aber „13 reasons why“ war trotzdem spannend.

Besonders weil die Serie die Aufmerksamkeit auf Themen wie Mobbing, Vergewaltigungen etc. lenkt, hat sie zuerst positive Kritik erhalten.


Kritik für gefährliche Inhalte

Dennoch habe ich etwas auszusetzen. Selbstmord ist ein heikles Thema, besonders unter jungen Menschen. In der letzten Folge wird deutlich von ihrer Methode des Selbstmords erzählt, was ich kritisch finde. Zwar wird nicht explizit alles im Detail gezeigt, dennoch kann man sich den letzten Schritt sehr gut dazu denken. Die Methode und die Umstände während ihres Selbstmords sind deutlich erkennbar und da liegt das Problem. Selbst die Gesundheitsorganisation Mindframe alarmiert davor, den Ort und die Methode des Aktes zu zeigen. Zwar wird vor manchen Episoden vor den kommenden Inhalten gewarnt, aber diese Warnung sei zu wenig um den Nachahmungseffekt zu verhindern.


Die australische Gesundheitsorganisation Headspace Netflix vor, gefährliche Inhalte in Verbindung mit Selbstmord zu zeigen. Wie auf der Internetseite geschrieben, spalten sich die Meinungen in Australien. Einige sind der Meinung, dass die Erfolgsserie einen authentischen Umgang mit Selbstmord zeige, andere wiederum seien der Auffassung, dass die Serie ein gefährliches Bild über Selbstmord projiziert.

Netflix geht vor

Netflix hingegen wolle die Warnhinweise verstärken, sodass die Einblendung von Warnungen bereits am Anfang der Serie gezeigt wird und nicht nur vor der jeweiligen Episode. Außerdem hat Netflix eine Website geschaltet, auf der man Hilfe im jeweiligen Land suchen kann. Auf jeden Fall ein Anfang.


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Mit Primark-Tüte ins Theater

Hallo ihr Lieben,

heute leider etwas verspätet, aber besser als nie! Dieses Mal habe ich wieder ein paar Gedanken, die ich gerne mit euch teilen würde.


Mein Vater hat mich vor knapp zwei Wochen in London besucht. Wir hatten wirklich eine schöne Zeit und es tat gut ihn mal wieder für ein paar Tage um mich zu haben. Von ihm habe ich viel geerbt (was mir immer wieder auffällt), dazu gehört auch die Liebe zu Musicals. Ahhhh! Schon als mein Bruder und ich klein waren hat er uns immer mal wieder mit in ein Musical genommen. So habe ich unter anderem schon Mamma Mia, Starlight Express, Aladdin usw. gesehen. Jedes Mal habe ich mich tierisch darauf gefreut. Musical- (und Theater) besuche geben mir einfach immer ein besonderes Gefühl. Man kann für einen Moment in eine andere Welt eintauchen und man konzentriert sich nur auf das, was gerade in diesem Moment auf der Bühne passiert. Für mich waren und sind diese Besuche immer etwas ganz Besonderes. Schließlich geht man nicht jedes Wochenende ins Theater. Die Tickets sind nun auch nicht gerade spottbillig, aber nachvollziehbar, wenn man erst einmal weiß was da alles hinter steckt.

Da London mit einer der Musical-Metropolen ist, konnten wir nicht anders und mussten uns zusammen ein neues Stück ansehen. Nach einem kurzen Hin und her haben wir uns dann dazu entschlossen das Lieblingsstück meines Vaters, „das Phantom der Oper“, zu sehen. Er hatte es zwar schon einmal gesehen, aber das war schon einige Zeit her und schließlich sind die Interpretationen auch nochmal unterschiedlich von Stadt zu Stadt und Produktion zu Produktion. Die Vorfreude war riesig.

Und ich muss auch sagen, wir wurden nicht enttäuscht. Die Musik war super, die Kostüme und das Bühnenbild der Hammer und die Schauspieler klasse. Aber um das Stück selbst soll es heute gar nicht gehen. Viel mehr war ich erschrocken wo die Musicalszene gelandet ist. Das Stück fand im Her Majesty’s Theater statt, ein sehr sehr edles und schickes Theater, meiner Meinung nach.


In den letzten Jahren kann man sehen, dass die Theater- und Musicalszene aufgelockert wurde. Der Dresscode ist etwas legerer geworden. Eine gute Sache, finde ich. Aber dennoch denke ich, dass man sich wenigstens etwas schicker machen sollte. Man geht schließlich in ein Theater um ein Stück Kultur zu genießen. Keine Selbstverständlichkeit in meinen Augen.

Ich habe fast die Fassung verloren als ich im Saal ein Paar gesehen haben, die aussahen, als wären sie gerade vom längsten Shopping-Marathon ihres Lebens wiedergekommen. Rechts und links die übergroße Primarktüte. Ganz nach dem Motto: Ach, den Theaterbesuch in London müssen wir auch noch schnell abhaken.


Von den Vorstellungen davor war ich es gewohnt, dass es nicht erlaubt war Getränke, geschweige denn Essen, mit in den Saal nehmen zu dürfen. Dieses Mal war es erlaubt. Okay, keine große Sache. Obwohl ich es nicht ganz nachvollziehen konnte. Schließlich kann man es nicht umgehen, dass Leute aus Versehen Getränke umkippen oder klebrige Süßigkeiten in den Teppich treten. Meiner Meinung nach gehört das nicht in den Saal, einfach zur reinen Schonung des Theaters. Das Highlight kommt aber noch. Als in der Pause der Vorhang zu ging und die Lichter angeschaltet wurden, standen die Verkäufer von Süßigkeiten, Eis und Popcorn (!!!) bereits bereit. Wirklich? Ich kam mir vor wie im Kino. Leuten fingen an fleißig die kleinen Leckerbissen zu kaufen. Hier wurde in der Popcorntüte geraschelt, dort wurde nochmal das letzte Schnäppchen bei Primark begutachtet und auf der anderen Seite wurde fleißig das Ben&Jerry Eis geschleckt.


Ehrlich gesagt kam ich mir auf einmal so doof und bescheuert vor mit meiner eigenen Meinung, dass Theaterbesuche etwas ganz Besonderes sind und einen hohen Stellenwert haben. Das ist wohl nicht bei jedem der Fall. Ich möchte auch gar keinen verurteilen, soll jeder tun und lassen, was er für richtig hält. Ich persönlich finde es nur schade, wo sich die Theaterszene hin entwickelt hat. Vielleicht hat jemand ja die gleiche Meinung, vielleicht stehe ich auch alleine mit Meinung da.


Ist Euch schon mal etwas Ähnliches passiert? Erzählt es mir gerne!


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Fair Fashion – aber wo kauft man sie?

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich in letzter Zeit angefangen habe über die Schattenseite der Modewelt zu berichten, dachte ich, wäre es an der Zeit Euch ein paar Tipps zu geben, wo man am besten faire Kleidung kaufen kann.

1. Second-Hand-/Vintage-Läden

Leider sind die Seond-Hand-/Vintage-Läden noch gar nicht so verbreitet in deutscland, wie sie es zum Beispiel in England oder Amerika sind. Ich finde es echt schade, dass viele denken Second-Hand sei etwas schlechtes. Aber dazu werde ich in kommender Zeit nochmal genauer schreiben.

In Deutschland gibt es dennoch viele Läden, die gebrauchte Kleidung anbieten. Man muss sich nur ein wenig schlau machen und schwups findet man auch einen Laden um die Ecke, von dem man vorher noch gar nicht wusste.

Bisher kann ich folgende Läden in Bremen empfehlen:

  • Anziehungspunkt Vintage (Ostertorsteinweg 100)
  • Off Course (Bauernstraße 8)

In Hamburg gehe ich persönlich gerne zu diesen Läden:

  • Vintage and Rags (Kurze Mühren 6)
  • Kilo- Shop (alle Erlöse gehen an das Deutsche Rote Kreuz, Neue Große Bergstraße 4 – 6)

In den USA kann ich Euch Plato’s Closet sehr ans Herz legen. Als ich mein High-School Jahr dort verbracht habe, bin ich dort liebend gerne hingegangen und komme jedes Mal gerne wieder zurück. Falls ihr einmal in Amerika sein solltet, schaut unbedingt mal vorbei. Die Standorte könnt ihr hier suchen und finden:

http://www.platoscloset.com/Locations#us

In England bzw. in London kann ich Euch nur raten einmal bei Traid vorbeizuschauen. Die haben mehrere Shops in ganz London verteilt. Da wird bestimmt einer in Eurer Nähe sein. Schaut unbedingt einmal auf deren Website vorbei. Die Erlöse gehen bei Traid nämlich an Hilfsprojekte in der Modeindustrie, auch hier wird es bald mehr zu geben.

http://www.traid.org.uk/shop-at-traid/

Second Hand Shopping in Berlin: Part 1:
2. Kleiderkreisel

Ganz bequem von Zuhause geht es aber auch. Zum Beispiel über www.kleiderkreisel.de. Dort kann man nicht nur gebrauchte Kleidung von anderen kaufen, sondern seine eigenen Klamotten kann man ebenfalls ins Netz stellen und sich so ein bisschen was dazu verdienen. Toll ist auch die Tausch-Option. Ihr habt also die Möglichkeit mit einer anderen Person einfach ein paar Teile zu tauschen und das meistens ohne etwas zu zahlen! Der Nachteil bei Kleiderkreisel ist nur, dass man die Sachen vorher nicht anprobieren kann. Allerdings werden meistens bekannte Marken angeboten und so kann sich leicht denken, ob es einem passen wird oder nicht.

Übrigens bin ich auch auf Kleiderkreisel unterwegs, schaut gerne mal vorbei. Vielleicht findet Ihr ja etwas, was Euch gefällt 😉

3. Kleidertausch-Partys

Eine super Idee sind auch die Kleidertausch-Partys. Schnappt Euch ein paar Freunde (die am besten dieselbe Konfektionsgröße haben), hängt alle Sachen schön auf eine Stange, dreht die Musik auf und tauscht fröhlich drauf los.

Schaut doch auch mal im Internet wann und wo in Eurer Stadt die nächste öffentliche Tauschparty veranstaltet wird. Meistens gibt es eine große Auswahl und lernt dazu noch nette Leute kennen 😉.

Kleidertauschparty - Clothes swap party GIEßEN www.vetaretus-5.de:
4. Flohmärkte

Auf Flohmärkten kann man ja bekanntlich alles Mögliche kaufen. Und dazu gehört auch Kleidung. Die ist (meistens) nicht nur super günstig, sondern oft auch in einem guten Zustand. Genauso wie bei den Punkten davor muss man ein wenig suchen bis man etwas findet was einem gefällt und auch passt. Aber ich denke das gehört einfach dazu.

Grundsätzlich gilt aber logischerweise, desto weniger man überhaupt erst kauft, desto weniger unterstützt man die Modeindustrie. Dennoch braucht und möchte man sich ab und zu ja auch mal etwas kaufen und das ist auch völlig in Ordnung. Bevor man aber sofort zur Kasse sprintet, sollte man noch einmal genauer über den Kauf nachdenken.

Brauche ich das wirklich? Finde ich das Teil wirklich schön und weiß ich womit ich es anziehen werde?


Schon mal einen kleinen Tipp am Rande. Der Internet-Store www.avocadostore.de hat nicht nur faire Klamotten, sondern auch sonst allerlei faire Produkte! Nur zu empfehlen!

Falls Ihr noch Tipps oder Läden in Eurer Nähe habt, lasst es mich unbedingt wissen! 🙂


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„In Neuseeland kann man sein.“

Hallo ihr Lieben,

Bei dem Geburtstag meines Onkels meinte eine ältere Freundin, die bereits Neuseeland schon vor 10 Jahren bereiste, folgendes:

„In Neuseeland kann man sein.“

Ich fand die Aussage total schön und fand mich dort total wieder. Auch wenn es nun schon eine etwas längere Zeit her ist, möchte ich meine Gedanken dazu loswerden. Auch gerade, weil ich einen kleinen Vergleich zum Leben in London ziehen kann. Klar, kann man London mit Neuseeland nicht vergleichen. Weltstadt gegen Natur pur funktioniert nicht. Aber jede Seite hat seine positiven und negativen Aspekte.

Mit der Zeit habe ich von mir selbst gelernt wie sehr ich eigentlich die Natur brauche. Fast jeden Tag finde ich mich lesend in einem Park wieder oder genieße einfach nur die Ruhe. Meinen Lieblingsplatz habe ich bereits gefunden. Ich liebe es auf meiner Lieblingsbank zu sitzen und die Vögel und das Wasser des Sees zu beobachten. Es beruhigt mich einfach.

„In Neuseeland kann man sein.“ Eine Aussage, in der man vieles reinlesen kann. Ich habe realisiert wie sorgenfrei ich in Neuseeland war. Ich habe das gemacht wozu ich gerade, in diesem Augenblick, an diesem Tag, Lust zu hatte. Diese Freiheit zu haben ist pures Glück. In Neuseeland habe ich nie zu einem Zeitpunkt irgendeine Form von Druck gespürt. Man konnte frei sein. Vielleicht war es auch die unfassbare Natur, die mir dieses Gefühl gegeben hat, vielleicht war es auch etwas Anderes. Aber genau kann ich es gar nicht beschreiben.

Andererseits schätze ich das Stadtleben auch total. Mich für eine Seite zu entscheiden, könnte ich nicht. Deshalb liebe ich Neuseeland ja so. Man hat die Möglichkeit in einer Großstadt zu wohnen und all die Vorteile des Stadtlebens zu genießen. Gleichzeitig braucht man nicht länger als 30 Minuten zu fahren, um in der Natur zu versinken und alles um sich herum zu vergessen. Luxus pur.

Ich weiß nicht wie dieses Land das macht, aber da ist etwas, dass konnte mir bisher kein Ort geben. Ob es die unfassbaren tollen Erlebnisse waren, die Erfahrung oder dass was ich gelernt habe. Ich weiß es nicht. Vielleicht muss ich es auch gar nicht wissen. Aber Neuseeland hat auf jeden Fall einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen bekommen.


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Warum ich kein Make-up mehr trage

Hallo ihr Lieben,

in letzter Zeit ist mir einiges aufgefallen, unter anderem, dass ich seit längerer Zeit kein Make-up mehr trage. Damit meine ich, dass ich nicht mehr alles Mögliche jeden Tag auf mein Gesicht schmiere. Ab und zu trage ich mal einen Lippenstift, aber das war es dann auch schon. Wenn ich abends weggehe, kommt vielleicht nochmal ein bisschen Lidschatten und Wimperntusche hinzu, aber ich mache schon lange kein Full-face-makeup mehr.


Alles hat angefangen als ich in Neuseeland war. Ich habe von Zeit zu Zeit weniger Make-up getragen. Ich konnte ja eh nicht alles mitnehmen und war mit meinen Utensilien eingeschränkt. Ich hatte schlicht und einfach keine Lust den ganzen Kram abends wieder abzumachen (und zu faul und geizig um mir überhaupt neue Abschminktücher zu kaufen). Beim Sport trage ich so oder so nie Schminke (kann ich persönlich auch nicht nachvollziehen warum man mit Schminke, die garantiert verläuft, ins Fitnessstudio geht) und genauso wenig hatte ich irgendetwas im Gesicht, wenn wir wandern gegangen sind. Der Gedanke, geschminkt in den Urwald zu gehen, fand ich schon total absurd. Außerdem habe ich mir gedacht, dass eine tägliche Schicht Puder, Highlighter und Rouge (etc.) nicht gerade zu einem besseren Hautbild beitragen kann.

Ich habe mich gefragt für wen oder was ich das überhaupt noch mache. Für mich selbst habe ich das schone lange nicht mehr gemacht. Das war auch mit der entscheidende Punkt. Ich habe nicht von heute auf morgen gesagt, dass ich keine Schminke mehr tragen will aus Gründen, die mir YouTube vorgibt. Ich, für mich, habe mich damit nicht mehr wohl gefühlt und habe den Sinn dahinter nicht mehr verstanden. Das war einfach nicht mehr ich, wenn ich mit Wimperntusche und co. aus dem Haus bin. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass ich auch ohne Mascara, Blush und Bronzer selbstbewusst sein und ich selbst sein kann. Früher habe ich immer gedacht, dass ich dieses ganze Equipment brauche um selbstbewusster und schöner zu werden, um das dann auch nach außen zeigen zu können. Aber das ist Schwachsinn. Jeder ist am schönsten in seiner eigenen Haut ohne „Maske“.

Außerdem kaufe ich gar keine Schminke mehr. Ich will mein Geld nicht für so etwas ausgeben und spare es lieber. Der ganze Kram ist nämlich gar nicht so billig. Hinzu kommt, dass ich die ganzen YouTube-Videos nicht mehr schaue, in denen das Neuste vom Neusten gezeigt wird und dir reingeprügelt wird, dass das Produkt auf jeden Fall haben MUSST und du ohne nicht leben kannst. Du hast auch vorher ohne gelebt, dann wirst du die Zukunft auch ohne bestreiten können.

Ich trage kein Make-up mehr, weil es nicht mehr zu meiner Morgenroutine gehört. Ich trage es nur noch, wenn ich wirklich Lust dazu habe und ich es für mich mache. Das kommt meisten vor, wenn ich abends weggehe, aber im Alltag und tagsüber trage ich nichts mehr. Damit fühle ich mich persönlich einfach besser und selbstbewusster.

Nur so eine kleine Sache am Rande 😊


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5 Wahrheiten über die Modebranche

Hallo ihr Lieben,

man schlendert durch die Einkaufsstraßen, bewundert die wundervoll dekorierten Schaufenster und jagt nach Schnäppchen. Aber es ist nicht alles gold was glänzt. Wer leidet, wenn wir unser 5-Euro Top kaufen und welche Auswirkungen hat es auf Mensch und Umwelt? Diese Frage werde ich euch heute in fünf Punkten beantworten. Los geht’s:

  1. Sklavenarbeit

    Um den heutigen Preis der Kleidung bei zu behalten, setzen Unternehmen auf Kinder- und Sklavenarbeit. Nicht selten werden Schulen geschlossen, damit schon die jüngsten Kinder Pailletten per Hand annähen oder Unkraut auf dem Acker jäten. Die Bedingungen sind grausam. Menschen werden bestraft und nicht fair bezahlt. Wenn ihr mehr über die Umstände wissen wollt, dann schaut mal hier vorbei. Dem Thema habe nämlich schon einem ganzen Blogpost gewidmet und bin mehr ins Detail gegangen.
  2. Der Einsatz von Pestiziden

    Tagtäglich werden Spritzmittel (Insektizide, Herbizide, Fungizide) auf Pflanzen und besonders auf Baumwolle gespritzt. Allein wenige Tropfen eines Spritzmittels können einen Menschen töten. Laut Schätzungen landet ein Kilogramm Spritzmittel auf jedem Hektar Baumwolle. Es gibt zwar auch nichtchemische Alternativen, aber davon wissen bisher noch zu wenige. Syngenta oder Bayer und Co. sind die weltweiten größten Agrargiftverkäufer. Eine Vorschrift von Schutzkleidung und Handschuhen ist vorgeschrieben, viele Bauern können sich diese aber oft nicht leisten oder sie sind für sie gar nicht erst erhältlich. Außerdem werden viele Piktogramme falsch gedeutet und Sicherheitshinweise nicht in der passenden Sprache angefertigt. Statt wie vorgeschrieben sechs- bis achtmal pro Saison zu spritzen, kommen die Pestizide bis zu 15-mal in Einsatz. Oft sind die Kanister undicht, so dass die giftige Flüssigkeit ausläuft. Kinder spielen mit leeren bereits benutzten Kanistern oder sie werden für den Wassertransport genutzt. Jährlich kommt es zu Hunderttausend Vergiftungen, wovon 20 000 Menschen daran sterben. Außerdem verseuchen die Pestizide Bäche und Seen. Durch den Kauf von Pestiziden geraten viele Bauern in eine Schuldenfalle, weil sie diese häufig nicht bezahlen können. Um dem zu entkommen, begehen viel Bauern Selbstmord.

  3. Das tragbare Chemielabor

    Eins steht fest: Weltweit landet allein ein Drittel aller Chemikalien in der Kleidung. Für atmungsaktive und wetterfeste Outdoorkleidung müssen neue Chemikalien her. Die Chlorchemikalie Triclosan (die Sportkleidung nicht stinken lassen soll) bringt nachweislich die Hautflora aus dem Gleichgewicht. Jeder kennt es, das gerade neu gekaufte T-Shirt kommt aus der ersten Wäsche und plötzlich sitzt es nicht mehr wie im Laden. Oft werden Chemikalien nur für das schöne Aussehen im Laden eingesetzt, die dann aber bei der ersten Wäsche weggespült werden. Leider sind immer noch zu wenige Stoffe, die Krebs erregen, die Fortpflanzung behindern oder zu einer Erbgutschädigung führen, verboten. Selbst nach einer unterzeichneten Vereinbarung, die besagte, dass der Einsatz von Schwermetallen begrenzt werden sollte, wurden Portemonnaies, Gürtel und Schuhe mit einem höheren Bleigehalt als gesetzlich erlaubt in Fast-Fashion-Ketten wie Forever 21 und Charlotte Russe entdeckt. Dies kann die Fruchtbarkeit der Frau beeinflussen und kann das Risiko auf einem Herzinfarkt, einen Schlaganfall und einen erhöhten Bluthochdruck steigen.

  1. Klimakiller

    Klar, ist auch, dass allein die Produktion eines einfachen T-Shirts Auswirkungen auf die Umwelt hat. Dazu zählt der Anbau auf dem Acker, das Spritzen von Pestiziden und Düngen, sowie bei der Veredelung und natürlich beim Transport per Schiff oder Flugzeug. Beim Kauf hört es aber nicht auf. Denn das Shirt muss auch gewaschen, getrocknet (und gebügelt) werden. Ein T-Shirt für Damen setzt allein bei der Herstellung fünf bis sieben Kilogramm CO2 in die Umwelt. Ein Herren-Shirt sieben bis neun Kilogramm. Dementsprechend mehr wird bei der Produktion von größeren, schwereren und aufwendigeren Kleidungsstücken eingesetzt. Zählt man eins und eins zusammen, so wird logischerweise mehr CO2 in die Umwelt gesetzt, wenn man mehr kauft. Das bringt mich auch gleich zu meinem letzten Punkt.
  1. Kleidung ist für die Kurzlebigkeit konzipiert

    Da Fast-Fashion-Riesen wie H&M, Zara und Co. fast monatlich neue Kollektionen auf den Markt bringen, kann die Qualität schon aus diesem Grund nicht sehr hoch sein. Im Endeffekt profitieren sie sogar von ihrer schlechten Qualität, die nach einer Wäsche auseinanderfällt, da der Kunde einfach erneut in den Laden geht und etwas Neues kauft. Ein durchschnittlicher Amerikaner wirft knapp 31 Kilogramm Textilien pro Jahr weg. Anstatt sie zu spenden, landen sie sofort auf den Mülldeponien. Dank der synthetischen Fasern, die aus Erdöl hergestellt werden, wird es Jahrzehnte brauchen bis die Kleidungsstücke vollständig abgebaut werden.

Ich denke diese fünf Punkte sind fünfte Punkte genug um seinen Konsum zu hinterfragen und sein Kaufverhalten genau zu beobachten. Brauche ich das wirklich? Finde ich vielleicht eine umweltfreundlichere und fairere Alternative? Klamotten sind schließlich Textilien, die direkt und öfter eng am Körper anliegen, genau deshalb sollte man sich über das Thema Gedanken machen.


Verweise:

Saubere Sachen, Kirsten Brodde, 2009, Teil 2, Kapitel 5,6,7

http://www.huffingtonpost.de/shannon-whitehead/wahrheiten-fast-fashion-kleidungsindustrie_b_5699004.html


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Ja, ich glaube an Gott und?

Hallöle ihr Lieben,

heute habe ich mal etwas ganz anderes für euch. Ein paar Gedanken. Lasst mich gerne wissen, was ihr davon haltet.


Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass ich das Thema einmal ins Netz stellen werde. Ich halte mich mit dem Thema Religion gerne etwas mit meinen Äußerungen zurück.

Leben und leben lassen. Auf dieses, fast schon, Lebensmotto bin ich mit einer sehr guten Freundin (fühl dich gerne angesprochen 😉 ) gekommen. Wir verwenden es immer wieder und ich denke, es steckt so viel Wahrheit dahinter. Jeder möchte doch einfach nur sein Ding durchziehen ohne blöde Kommentare zu bekommen. Dafür müssen wir aber erst einmal aufhören diese blöden Kommentare erst in die Welt zu setzten.

Die drei Wochen, die ich jetzt schon in London bin, ist mir eine Sache besonders aufgefallen. Ich war auf den Straßen unterwegs. Egal wo, egal wann. Immer mal wieder wurde ich von Menschen angesprochen. Ich habe damit überhaupt kein Problem und rede auch eigentlich gerne mit Fremden, sofern ich mich bei wohl fühle.

Als ich also auf dem Weg zurück in mein Hostel war, wurde ich von einem jungen Mann, ungefähr 25, angesprochen, ob ich mehr über Jesus Christus wissen möchte. Ich lehnte dankend ab.

Ein paar Tage später, genau an der gleichen Stelle, wurde ich von zwei Frauen mittleren Alters abgefangen. Sie hielten ein wenig Small Talk und ich wartete eigentlich nur darauf, wann sie mich nach dem Weg fragen würden. Schlussendlich kam dieser Moment aber nicht. Stattdessen wurde ich gefragt, ob ich an Gott glaube. Ich antwortete mit ja. Beide Frauen sahen mich ganz erstaunt an und wollten mehr wissen. „Erzähl doch mal.“ Ich lehnte erneut freundlich ab und ging weiter.

Immer wieder sieht man Menschen an den verschiedensten Ecken stehen. Alle religiös und wollen ihre Religion vertreten.

Ja, ich glaube an Gott. Das ist alles und mehr möchte ich auch gar nicht dazu sagen, ins Netz stellen oder mit Fremden teilen.

Ich finde es ja gut, dass Menschen sich für ihren Glauben einsetzen. Ich finde, das ist eine gute Sache. Aber irgendwo gibt es auch Grenzen, meiner Meinung nach. Hat es eine Religion wirklich nötig Menschen auf die Straßen zu schicken, um neue Anhänger zu gewinnen? Das mag zwar modern sein, aber ich bezweifle, dass es tatsächlich funktioniert. Gerne kann man mich von dem Gegenteil überzeugen. Ich denke, dass jedes Individuum sich für eine Religion entscheiden kann, sofern man überhaupt daran glaubt. Wenn ja, dann ist es doch jedem selbst überlassen inwiefern man diese Religion auslebt und mit anderen Menschen teilt. Für mich ist Religion etwas ganz Privates, was ich nicht gerne mit Fremden teile.

Leben und leben lassen.

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Erschreckende Wirklichkeit

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch die Hinterhältigkeit der Modeunternehmen genauer erklären. Es ist nicht nur die Sklavenarbeit, sondern geht schon zur reinen Verarsche der Menschen über. Alles für den Profit.


Insgeheim weiß doch jeder wie die Klamotten, die wir bei H&M, Zara und co. kaufen, hergestellt werden. Aber umso lieber vergessen wir diesen Aspekt, schließlich ermöglichen sie uns, uns modisch zu kleiden und das auch noch zu einem akzeptablen Preis. Sind wir Menschen wirklich so naiv geworden, dass wir die Verachtung der Menschenrechte jetzt schon komplett ausblenden?

Die Kampagne für saubere Kleidung hat die Kostenverteilung einer 100-Euro-Jeans vorgerechnet und das war das erschreckende Ergebnis:

Bei einer 100-Euro-Jeans gehen ein Euro an die Lohnkosten (!), 25 Euro an die Werbung und ganze 50 Euro bleiben beim Händel hängen!


Viel zu junge Menschen kleben Sportschuhe im Sekundentakt und schneiden überflüssige Nähte ab, um dafür einen Hungerlohn zu bekommen. Wir Europäer müssen aber teilweise einen ganzen Monatslohn für diese Ware hinblättern. Das kann doch nicht fair sein.

Kinderarbeit ist dabei eins der größten Probleme, besonders in der Baumwollindustrie. In Usbekistan schließen die Schulen, damit die kostengünstigen Arbeitskräfte Baumwolle pflücken, die Baumwolle mit Pestiziden behandeln oder Unkraut jäten können. Eine gute Bezahlung ist Seltenheit. Überhaupt eine Bezahlung ist keine Selbstverständlichkeit. Schulverweis und Bestrafung jeglicher Art sind die Kinder gewohnt, wenn sie die Quoten nicht erreichen. Textilproduzenten stellen lieber Kinder ein, gerade wenn es um Handarbeit geht. Kinder werden von ihren Eltern verkauft, verschleppt und zu stundenlanger Handarbeit unter schrecklichen Bedingungen gezwungen. Die Menschenrechte bleiben auf der Strecke.


Laut Artikel 23 (Recht auf Arbeit, gleichen Lohn) der Menschenrechte hat jeder Mensch das Recht auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert. ff.


Geld regiert die Welt.


Man denkt vielleicht, dass wenn man 25 Euro anstatt 15 Euro für ein T-Shirt ausgibt, könne man die Bedingungen wenigstens ein wenig verbessern. Die National Labor Commitee (NLC), eine New Yorker Organisation, die sich für Arbeitsrechte einsetzt, bestätigte, dass „Europäische Labels nicht besser seien als amerikanische“ und auch „die großen Moderiesen unter schrecklichen Bedingungen produzieren lassen.“

Im Grunde wird immer noch dort produziert wo es am billigsten ist. Fast Fashion. Der Begriff unter dem jedes Unternehmen arbeitet, um überhaupt noch mithalten zu können. Um der Schnelligkeit Stand zu halten, werden Aufträge an Subunternehmen weitergeben, bei denen die Unternehmen nicht genau wissen, wo und wie sie produzieren lassen. Unternehmen stellen sich daraufhin machtlos da, selbst wenn sie die Einhaltung korrekter Arbeitsbedingungen schriftlich abgesichert wurde. Dennoch sind Unternehmen in der Lage jeden Handgriff der Produktion zu kontrollieren. Die Unternehmen wollen uns mal wieder für dumm verkaufen.


Laut Artikel 24 (Recht auf Erholung und Freizeit) der Menschenrechte hat jeder Mensch das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere aus eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen Urlaub.


Für viele Jugendliche gibt es kaum eine Alternative. Sie besorgen sich gefälschte Pässe, um trotzdem stunden- und tagelang in den Fabriken zu arbeiten. Ansonsten könnten sie ihre Familie nicht unterstützen. Sie haben Angst ihre Arbeit zu verlieren, wenn sie etwas sagen. Verständlich. Die Bildung junger Menschen steht schon lange nicht mehr im Vordergrund.


Laut 26 (Recht auf Bildung) der Menschenrechte hat jeder Mensch das Recht auf Bildung, zu mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. ff.


Damit die Frauen und Jugendliche nicht sofort wieder kündigen, wird oft der erste Lohn gar nicht erst verteilt. Inspekteure kommen selten unangemeldet. Daher können sich die Fabriken auf den Besuch vorbereiten und die Arbeiter werden gezwungen ein gutes Bild von den Arbeitsbedingungen abzugeben. Durch den Zeit- und Preisdruck der europäischen Unternehmen sind die Fabriken gezwungen nach diesem Schema zu handeln. Denn wenn nicht pünktlich geliefert wird, verliert die Fabrik den Auftrag und die Arbeiter schlussendlich ihre Arbeit.


Bei all den schrecklichen Bedingungen wird aber kein Wort über die Menschenrechte verloren. Kapitalismus. Wo bleibt die Würde der Menschenrechte? Ich habe das Gefühl, dass den Menschen der ersten Welt das Leid anderer Menschen nicht besonders wichtig ist. Sind wir wirklich so naiv geworden? Da kann man doch nicht einfach wegschauen. Da merkt man doch erst, dass die Würde der Menschenrechte noch keine Selbstverständlichkeit ist. Auch wenn viele davon ausgehen.


Ein Wechsel auf Biobaumwolle kann schon viel helfen. Oft ist es nur noch ein kleiner Preisunterschied, aber daher wird die Produktion vom Acker bis in den Kleiderschrank stärker kontrolliert. Dazu kommt in Zukunft aber noch mehr. Seid gespannt 😉

Faire Kleidung heißt Sauberkeit und Sozialverträglichkeit der Ware. Keine Kinderarbeit, Freiheit in den Gewerkschaften und faire Löhne.


Verweise:

  • Saubere Sachen, Kirsten Brodde, 2009, Teil 2, Kapitel 4
  • Menschenrechte Amnesty International (https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte)

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Erste Woche in London – erste Eindrücke

Hallo ihr Lieben,

für mich begann in der letzten Woche bereits schon ein neues Abenteuer. 3 Monate London! 

Ich muss dazu sagen, dass ich vorher noch nie selbst in London war. Jeder, dem ich davon erzählte aber meinte, dass ich es lieben werden und London unfassbar toll sei… Nach einer Woche wollte ich gerne meine Eindrücke und Gefühle mit euch teilen.


Was mir auf jeden Fall an London gefällt sind die ganzen Parks. Gefühlt an jeder Ecke trifft man auf einen, mag es ein kleinerer sein oder doch ein etwas größerer. Mit so viel Grünfläche und Ruhe, die dort herrscht, hätte ich in einer Großstadt nicht gerechnet. Daher hat es mich auch glatt wieder zum Sport verschlagen.
Da ich recht in der Nähe vom Hyde Park wohne, bietet es sich super an morgens erstmal eine Runde joggen zu gehen. Die letzten Male habe ich richtig genossen, auch wenn ich sonst kein großer Jogger bin.

Im Gegensatz zu dieser Ruhe muss ich aber sagen, dass ich London trotzdem als hektisch empfinde. Die Stimmung kommt besonders auf, wenn man mit der U-Bahn fährt, Station wechseln muss oder in die Innenstadt auf einen Samstag geht. Keine Frage das London als Groß- und Hauptstadt viele Einwohner hat. Aber manchmal war mir das echt zu viele Menschen. Vielleicht muss ich mich daran erst einmal wieder gewöhnen.

Da ich auch sonst ein großer Design- und Architektur-Fan bin, bin ich von dem viktorianischen Baustil total begeistert. Die weißen Gebäudefassaden lassen die Straßen richtig erleuchten (auch bei Regen 😉 ) und lässt das graue Großstadtgewimmel hinter sich. Die Gebäude könnte ich echt jeden Tag und jede Sekunde anstarren, so schön, wie sie sind.


In den letzten Tagen habe ich bereits schon viel Sightseeing gemacht. Ich bin nach Shoreditch gefahren, habe mir den Big Ben etc. angeschaut, war an der Oxford Street ein wenig bummeln (ohne was zu kaufen versteht sich 😉 ), war in ein zwei Museen etc. Komischerweise bin ich aber noch nicht an einem Platz stehen geblieben, an dem ich gesagt hätte:

„Wow, ist das schön hier.“

London ist eine schöne Stadt, keine Frage. Sie hat viel zu bieten und langweilig sollte es hier nie werden. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob London meine Stadt ist oder ob ich überhaupt ein Großstadtmensch bin, was ich immer von mir gedacht habe. Die Zeit wird es zeigen, ob
ich mich noch Hals über Kopf in London verlieben werde oder nicht.

Ich bin gespannt was die Zeit noch bringt 🙂


Wenn ihr noch (Geheim)Tipps für London und Umgebung habt, dann immer her damit. Ich erkunde viel lieber die Seiten, an denen keine Touristen jedes Kaugummi fotografieren 😉



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Typisch Deutsch… wie kennzeichnen wir uns wirklich?

Hallo ihr Lieben,

nach einigen Wochen Einlebungsphase sind mir ein paar Dinge in Deutschland aufgefallen, die ich gerne mit euch teilen möchte.


Kaum in Deutschland wieder angekommen, geht es alles von vorne wieder los. Böse Blicke von rechts, verurteilende und wertende Blicke von links. Wo kommen wir denn da hin?

Man merkt sofort, wenn man, in der sogenannten „Heimat“ wieder ankommt. Willkommen „Zuhause“ und willkommen zurück zwischen Menschenmassen, die dich gefühlt erdrücken und willkommen zu den schlecht gelaunten Menschen in der Schlange beim Bäcker oder auch sonst überall.

Man fühlt sich klein. So als würde man kaum existieren. Ganz plötzlich ist man nur noch eine Zahl. Aber war man das vorher nicht auch? Man weiß es nicht. Es ist ein Gefühl. Aber das Gefühl, eine unter vielen zu sein, ist doch ziemlich komisch. Was mir das Gefühl gibt, weiß ich selbst nicht so genau. Vielleicht die Menschen, vielleicht die Atmosphäre, vielleicht auch alles was zusammenkommt.

Man wird nicht nur von der Menschenmasse an sich erdrückt, nein, auch von dem Gewusel was um einem herrscht. Alle haben ihren eigenen Kopf, ihren eigenen Weg. Das ist ja auch gut so, aber irgendwo gibt es Grenzen. Deutsche sind naiv. Und das kann einem gehörig auf den Nerv gehen.


„ICH, ICH, ICH. Ach und vielleicht nochmal DU, aber eigentlich bin ICH viel wichtiger.“


Der nette Kundenservice der Deutschen Bahn bekommt nichts auf die Reihe und eigentlich ist es ihm auch total egal. Er hat ja eh gleich Feierabend.

Wenn man lächelnd durch die Straßen geht, wird von nur schief angeschaut. „Was ist die denn so glücklich?“, gute Frage. Eigentlich bin ich es nicht. Bei den muffeligen Gesichtern bekommt doch gleich selbst schlechte Laune.

Der super freundliche Kellner in der urigsten Kneipe hat auch mal wieder überhaupt kein Bock auf seine Arbeit. Bei seiner „ist doch alles scheiße“- Ausstrahlung muss er glatt erstmal eine rauchen. Und das sollte nicht die letzte Zigarette am Abend gewesen sein.

Ungeduld. Geduldig sein will gelernt sein. So tendieren viele Deutsche doch gerne dazu schon 10 Minuten früher aufzustehen, obwohl der Fernbus noch gar nicht an der Destination angekommen ist. Raus kommen wir doch alle. Ob drei Sekunden früher oder später macht doch dann auch keinen Unterschied.

Mal ganz davon abgesehen, dass allein das Wetter einen komplett depressiv macht. Aber das kann man ja leider nicht ändern. Aber falls jemand weiß, wie, sagt mir Bescheid. Aber auch selbst wenn es drei Tage lang durchgeregnet hat, muss man doch nicht so ein Gesicht ziehen. Man sollte viel lieber das schätzen was man hat und sich nicht immer gleich auf das Negative fixieren.

Aber ich will ja auch nicht alles schlecht reden. Deutschland hat wunderschöne Städte, die auch bei Regen und Kälte einfach schön sein können. Alte Gebäude und ein doch super ausgeprägtes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln bringt einen gerne von A zu B. Die Kunst und Kultur ist klar in den Orten zu spüren. Deutschland hat seine schönen Seiten, das möchte ich auch gar nicht leugnen. Aber es noch das Wahre für mich ist…Ich weiß es nicht. Das wird die Zeit sagen.


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